Nicht alles setzt sich durch, weil es besser ist.

Viele Entwicklungen werden im Rückblick über ihre Qualität erklärt.

  • Eine Idee war überzeugender.
  • Eine Technologie leistungsfähiger.
  • Ein Konzept durchdachter.
  • Eine Lösung effizienter.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch häufig ein zusätzlicher Faktor.

Etwas kann sinnvoll, innovativ oder sogar notwendig sein – und dennoch wirkungslos bleiben.

Nicht jede Entwicklung scheitert an ihrer Qualität.

Manche scheitert daran, dass sie keinen Anschluss findet.

  • An bestehende Strukturen.
  • An vorhandene Prozesse.
  • An Erfahrungen.
  • An Sprache.
  • An Menschen.

Anschlussfähigkeit beschreibt die Fähigkeit einer Idee, einer Veränderung oder einer Entwicklung, in bestehende Zusammenhänge einzutreten und dort wirksam zu werden.

Fehlt dieser Anschluss, bleibt selbst das Potenzial einer guten Lösung oftmals ungenutzt.

Je komplexer Systeme werden, desto wichtiger wird daher nicht nur die Frage, was möglich ist.

Sondern auch, woran etwas anschlussfähig ist.

Denn nicht alles, was überzeugt, setzt sich durch.

Manches setzt sich durch, weil es Anschluss findet.